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Rückblick: A-Cappella-Award Baden-Württemberg 2008

Die Stadt Ulm veranstaltete den A-Cappella-Award erstmals am 1. Juni 2008 im Rahmen von „Baden-Württemberg musiziert“, ein Projekt der Heimattage Baden-Württemberg 2008. Damals trug der Wettbewerb noch den Titel „A-Cappella-Award Baden-Württemberg“, da das Land an der Finanzierung beteiligt war.

Die Sieger des A-Cappella-Award Baden-Württemberg 2008 hießen Maybebop.

maybebop überzeugen Publikum und Jury

img_5093 „maybebop“ heißen die großen Gewinner des ersten A-Cappella-Award Baden-Württemberg. Die Charmeoffensive aus Hannover sang sich gestern Abend im vollbesetzten Ulmer ROXY sowohl in die Wertungsblöcke der Jury als auch auf die Stimmzettel des Publikums. Das Quartett heimste auf diese Weise nicht nur den Award, sondern darüber hinaus auch noch den Publikumspreis ein. Der Sonderpreis der Landesakademie für die musizierende Jugend in Baden Württemberg ging an „Die Vierkanter“ aus dem österreichischen Biberach. Die Premiere des von der Sparkasse Ulm präsentierten Gesangswettbewerbes überstieg sämtliche Erwartungen: Trotz tropischer Temperaturen zeigten sich sowohl die teilnehmenden Ensembles als auch die begeisterten Zuhörer in absoluter Topform. Der A-Cappella-Award Baden-Württemberg wurde von der Stadt Ulm im Rahmen der Heimattage unter dem Motto „Baden-Württemberg musiziert!“ ausgerichtet.

„Wir sind völlig erschlagen – und hätten das angesichts des hochkarätigen Teilnehmerfelds niemals erwartet“, sagte ein überwältigter Jan Malte Bürger von maybebop als der Doppel-Erfolg feststand und spurtete nach draußen, um über Handy seiner daheim gebliebenen Ehefrau die frohe Kunde zu übermitteln. Bürger hatte sich am Ende eines rauschenden A-Cappella-Abends im mehr als ausverkauften Saal gemeinsam mit Lukas Teske, Sebastian Schröder und Oliver Gieß, dem musikalischen Kopf und Gründer von maybebop, gegen eine zweifellos bärenstarke Konkurrenz durchgesetzt.

Das Quartett war als zweites Ensemble auf der Bühne des ROXY angetreten und hatte dabei seine Stärke voll ausgespielt: „Ich denke, wir sind sehr vielfältig. Und bei uns kann man sich nie sicher sein, was als Nächstes kommt“, so die Selbsteinschätzung Bürgers. Tatsächlich reichte das Spektrum des maybebop-Repertoires vom jazzigen „Birdland“ über eine klassische Version des Rammstein-Hits „Engel“ bis hin zu „Mein kleiner grüner Kaktus“, wo es sich die vier Sänger wiederum nicht nehmen ließen, den A-Cappella-Klassiker in Rammstein-Manier zu interpretieren. Der abschließende Siegerauftritt glich einem Triumphzug: maybebop gaben unter anderem ein Boygroup-Medley zum Besten, bei dem das Publikum in eine kreischende Teenie-Menge mutierte. Und mit einer ganz leisen und sanften Version von „Die Gedanken sind frei“ gelang maybebop selbst bei ihrem letzten Song eine weitere Überraschung.

Andrea Figallo, Vorsitzender der Jury, lobte in seiner Laudatio das hochklassige Teilnehmerfeld und wies darauf hin, dass es in dem Wettbewerb eine Vielzahl an Bewertungsaspekten zu berücksichtigen gegeben habe: „Wir haben sehr, sehr lange diskutieren müssen, bis wir zu einer Entscheidung gekommen sind.“ Hinter maybebop erreichten Flowalicious aus Österreich den zweiten Platz, für Rang drei wurden vocaldente aus Hannover ausgezeichnet.    

Der A-Cappella-Award Baden-Württemberg ist mit einem Preisgeld in Höhe von insgesamt 8.500 Euro dotiert. Der erste Preis ist verbunden mit einem zusätzlichen, honorierten Preisträgerkonzert, das im Rahmen der Landesfesttage Baden-Württemberg am Freitag, dem 12. September 2008, in Ulm stattfinden wird.

 

Die Sieger:

1. Platz und Publikumspreis: maybebop
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2. Platz: Flowalicious

zweiter-platz

3. Platz: vocaldente
dritter-platz

Sonderpreis der Landesakademie für die musizierende Jugend in Baden-Württemberg: Vierkanter
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Das Preisträgerkonzert am Freitag, dem 12. September 2008 im Roxy

Maybebop, die Siegertruppe des ersten A-Cappella-Awards, brachte auch beim Preisträgerkonzert einen abermals überfüllten Saal zum Toben.

Mit ihren gnadenlos guten Stimmen und preisgekröntem Sound begeisterte die „Charmoffensive aus dem Norden“ (Jan Malte Bürger, Lukas Teske, Oliver Gies, Sebastian Schröder) das Publikum mit ihrem abendfüllendem Programm „Superheld“. Dazu gehörten deutsche Eigenkompositionen, mal bitter, mal ätzend, subtil oder gar urkomisch, sowie ihre schon fast legendären Cover-Versionen, bei denen die vier Superhelden den Charakter bekannter Stücke neu definierten; kombinierten und experimentierten. Ergänzt wurde das Programm durch Rock-Klassiker, an deren Umsetzung sich kaum ein anderer herantraut. Dabei kopierte maybebop nicht einfach nur die Originale, sondern belebte sie durch sensationelle Arrangements völlig neu. So konnte man es zum Beispiel bei "Nothing else matters" von Metallica nicht fassen, nichts als nur vier Stimmen zu hören. Die Version des Nirvana -Kulthits "Smells like teen spirit" war legendär. Weitere Klassiker gesellten sich ins Live-Programm hinzu: „Engel“ von Rammstein, „Blaue Augen“ der legendären Band Ideal oder der zärtlich ironische Song „Das Spiel“ von Annett Louisan.

Das Konzert war so kurzweilig, dass sich die Konzertbesucher nach dem Abend einig waren, noch nie kürzere zwei Stunden erlebt zu haben!